Titel

Ich möchte auf die Weise mit anderen Sammlern dieses Gebietes in Kontakt kommen. Es würde mich freuen, wenn Sie mir schreiben würden. Über den Link "Kontakt" können Sie mich erreichen.
Meine Sammlung befasst sich mit der Feldpost der schwedischen Schutztruppe.
Auf meiner Internetseite gliedert sie sich in vier Teile. Der erste Teil dient als Einführung in das Sammelgebiet, der zweite Teil zeigt interessante Belege, im dritten Teil sind Briefe nach dem Aufgabedatum aufgelistet und, wenn nötig, mit Erklärungen versehen. Im vierten Teil sind  Dokumente aufgelistet, die einiges über die philatelistische Situation aussagen können.

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Die meisten erhaltenen Briefe aus Schweden an die Saartruppen gehen an das Feldpostkontor oder den Postmeister.
Es handelt sich wohl hauptsächlich um Briefe mit eingelegten Rückumschlägen mit der Bitte, diese mit dem Bataillionsstempel zu versehen.
Dieser Brief aus Schweden (Skövde 13.1.35) ist bunt frankiert, unter anderem mit einer ausgeschnittenen Antwortmarke.
Zusätzlich zu dieser Antwortmarke ist der Brief mit 43 Öre frankiert.
Der Brief, gerichtet an Hauptmann Falk im Batallionsstab, hat keinen Eingangsstempel der schwedischen Saartruppe, das war auch nicht üblich.
Allerdings hat Sven Svenmarck viele Briefe, die an den Postmeister bzw. das Postkontor gerichtet waren, mit einem Eingangsstempel versehen.
Sie wurden später in großer Stückzahl von einem Briefmarkenhändler gekauft. Mehr dazu weiter unten.

  Feldpostmarke
     

Falun 8.2.35

 

Göteborg ?.2.1935

     
Antwortbrief  
     

Der Brief ist mit der Antwortmarke frankiert. Für Sendungen ins Saarland war der Abschlag eines Ankunftstempels bei der Feldpost unüblich. Absender aus Falun, an den Volontär Hallman.

 

Briefe mit der Rücksendemarke an Soldaten im Saargebiet sind verhältnismäßig wenig erhalten geblieben.
Dieser Brief ging an den Hauptmann Sillén im Kompaniestab der 11.Kompanie.

 
     
 

Stockholm

 

12.2.35

     
 
     

Dieser Brief an den Postmeister Svenmarck ist nicht mit einem Eingangsstempel versehen, auch nicht auf der Rückseite.

 

Dagegen hat dieser einen Eingangsstempel. 
Entwertet ist er mit  dem Ersttagsstempel der Ausgabe "500 Jahre Reichstag". (Ersttag war der 10.1.35)

 
     
 

Kalmar 10.1.35

 

Rückseite

     
Kalmar   Rückseite
     

Dieser Brief an den Postmeister Svenmarck wurde am 10.1.35 in Kalmar aufgegeben.
Er trägt den Eingangsstempel vom 13.1.35 mit einer " 3 " in Antiqua .Es gibt Informationen, dass Svenmarck nach der Rückkehr nach Schweden viele Brief an ihn mit einem Eingangsstempel vom Tage der Abstimmung versehen haben soll.

 

Waren am 13.1.wegen des großen Postanfalls evtl. 2 Stempel in Benutzung? Man weiß, dass Svenmarck eine Hilfskraft  bechäftigte. Hat dieser Soldat die einfache Post gestempelt und Svenmarck die Einschreibbriefe und Dienstbriefe? Man könnte ea annehmen, denn viele eingehende Briefe, auch Einschreiben, sind termingemäß nach Absendung in Schweden mit dem Stempel Typ "C" versehen.

 
     

Äppelviken 16.1 .35 an den Postmeister Svenmarck

 
  16.1.35  
     

Mit 25 Öre frankierter Brief. Die Adresse des Absenders ist Äppelviken, heute ein Stadtteil von Stockholm. Der Stempel zeigt wohl den Namen eines anderen Ortes, ist aber für mich nicht lesbar.

 
     

Vimmerby 3.2.35 nach Malmö - Saar

 
  Feldpostmästeren  
     

Aus aller Welt wurden an den Feldpostmeister Sven Svenmark Bitten um Übersendung von Briefen gerichtet. Dieser hier kann einige Briefe mit der Bitte um Rücksendung enthalten haben, denn für 15 Öre wurden Briefe bis 80 Gramm befördert.

 
     

Brief aus Stocksund 3.2.35

 

Rückseite

     
Stocksund   Rückseite
     

Brief an den Postmeister Svenmarck, frankiert mit 25 Öre, entweder 10 Öre überfrankiert oder 5 Öre, als Brief über 125 Gramm, unterfrankiert.

 

Der Brief ist auf der Rückseite mit dem Eingangsstempel versehen.
Stucksund ist ein Vorort von Stockholm-

 
     

Floby 2.2.35

 
  Floby 2.2.35  
     

Dies ist einer der wenigen Expressbriefe an den Postmeister. Ein Absender aus Floby ist angegeben. Er ist am 2.2.35 abgesendet und am 4.4.35 auf der Rückseite mit dem Batallionsstempel versehen worden. Die Frankatur mit 60 Öre ist korrekt für einen Expressbrief.

 
   

An den Postmeister Svenmarck und auch an die Soldaten wurden viele Bitten gerichtet, Briefe mit dem Batallionsstempel geschickt zu erhalten.
Hier einige Dokumente, die einen Einblick in die philatelistische Situation der Schwedischen Truppe geben.

Zuerst aber das Dokument, das zeigt, wie die Briefe an den Postmeister und das Postkontor in den Briefmarkenhandel gelangt sind.

 

  1936 verkaufte Postmeister Svenmarck Briefe, die an ihn oder an das Postkontor gerichtet waren an einen Briefmarkenhändler.

     
Gävle   Rückseite
     
     

Ein Stockholmer Briefmarkenhändler kaufte 270 dieser Briefe und bot dem Absender seinen eigenen Brief zu Kauf an. Hier der Originalbrief.

 
  Brief  
     

Dieser Brief ist gerichtet an den Absender auf dem Kuvert darüber. Es heißt:

Vor ein paar Wochen kauften wir 270 Stück Briefumschläge, die adressiert waren an den Feldpostmeister im Saarland in der Zeit, da die Schwedischen Truppen während der Abstimmung dienten.

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es einen Brief mit Ihrem Namen als Absender gab und wir dachten uns, dass Sie als Sammler daran interessiert sein könnten. Deshalb bieten wir Ihnen das Kuvert zum Kauf an, bevor wir es nach Frankreich oder Deutschland exportieren.

Es gibt etwa 20.000 Briefe von der Saar mit dem Bataillons Stempel, aber nur 360 Stück an die Truppen an der Saar mit dem Ankunftsstempel des Bataillions, davon die meisten an den Feldpostmeister persönlich adressiert, d.h. an das Feldpostkontor Saar. Wir besitzen fast alle existierenden Exemplare.

Die Briefe, die Sie abgestempelt erhalten haben, gingen von der Saar nach Schweden, ergreifen Sie nun unbedingt die andere Alternative, nämlich einen Umschlag mit einem Bataillons Ankunftsstempel für Ihre Sammlung. Es ist ein seltener und merkwürdiger Zufall, dass wir Ihnen einen Bataillions Ankunftsstempel auf Ihrem eigenen Umschlag mit Ihrem eigenen Absender anbieten können, dass beweist, dass der Brief absolut echt postbefördert wurde und nicht "gemacht" ist.

Obwohl wir in Deutschland oder Frankreich ohne Schwierigkeiten etwa 10 bis 15 Kronen für einen ähnlichen Umschlag bekommen würden, (da nur 360 Stück existieren, aber alle deutschen oder französischen Sammler ein Beispiel haben wollen), bieten wir Ihnen jetzt Ihren eigenen Umschlag zum Preis von 4.50 Kronen, dazu 50 Ore für Einschreiben an.

Wenn wir nicht innerhalb einer Woche Ihre Reaktion erhalten, exportieren wir den Brief nach Übersee. Das werden wir aber nicht tun, ohne Ihnen eine Chance zu geben, Ihre Sammlung mit diesem Umschlag, der bei uns noch 8 Tage verbleiben wird, zu vervollständigen, während dieser Zeit erwarten wir Ihre Antwort.

Mit ausgezeichneter Wertschätzung

Unterschrift


Ich hoffe, dass der Text inhaltlich richtig wiedergegeben ist. Sollte jemand des Schwedischen mächtig sein und eine bessere Übersetzung anbieten können, so würde ich mich sehr darüber freuen.

 
     

7.2.35 Svenmarck an einen befreundeten Postmeister

 

Text

     
Svenmarck   Svenmarck Text
     

Antwort auf eine Anfrage eines Postmeisters nach gestempelten Batallionsbriefen.

 

Broder (Bruder) Ps
Teilweise auf Grund von Krankheit und teilweise auf Grund von unzähligen Wünschen nach Philatelistischen Belegen war ich seit Januar nicht in der Lage auf alle Wünsche zu antworten. Ich bin gerne bereit bei der Abstempelung der Briefmarken behilflich zu sein, gebe Dir aber den guten Rat die Briefmarken vorher auf einen Briefumschlag zu kleben, sie alle gleichzeitig in einem Umschlag an mich zu schicken. Danach kann ich sie umgehend abstempeln lassen und sie unverzüglich zurück-schicken. Wir reisen ab von hier am 18.Februar Gruss Svenmarck

 
     

17.1.35 Antwort auf Anfrage an einen Soldaten

 

Rückseite

     
 
     

Militärpostkarte nach Stockholm

 

Mettlach Saar, den 16.1.1935
Vielen Dank für Deine Zeilen lieber Freund. Es ist schwierig den Platz auf den Militärbriefen ausreichen zu lassen. Wir bekommen nur einen per Woche zugeteilt. Du warst der 84 zigste Briefmarkensammler diese Woche der um einen gebeten hat, Du bekommst deswegen eine Militär Briefkarte.
Kameradschaftliche Grüsse an Dich und Deine Familie von Unterschrift

 
     

13.2.35

 

Text

     
 
     

Mit dieser Karte beschwert sich ein Sammler, dass er seine eingesandten Briefe noch nicht erhalten hat.

 

Text lautet etwa:
Am 14 (des Monats)habe ich Ihnen 5 reguläre Briefe mit der Bitte gesendet, dass Sie diese freundlicherweise in der üblichen Reihenfolge weiterleiten möchten. Derzeit ist noch keiner der fraglichen Briefe angekommen, und ich würde mich besonders über eine Antwort auf die beigefügten Postkarten und darüber freuen, dass die Briefe weitergeleitet wurden. Ich bin Briefmarkensammler und aus diesem Grund hätte ich gern die fraglichen Kuverts.

 
     

11.1.35

 

Rückseite

     
 
     

Militärpostkarte von Sven Svenmarck an einen Kapten Ström (Hauptmann), der Militärbriefe zum Abstempeln geschickt hat.

 

Text:
Die von Ihnen gesendeten Militärbriefe werden am 13. Januar, d.h. am Tag der Abstimmung, ordnungsgemäß abgestempelt zurückgesandt. Aufgrund der vielen Briefe, die mir von meiner Heimat in Schweden mit einer Bitte um Hilfe zugesandt wurden und die ich zumindest alle beantworten möchte, sehe ich mich nicht in der Lage, Saar-Briefmarken für Sie zu beschaffen. Ansonsten ist die normale Postarbeit ziemlich mühsam.

     
     
 
     

Offenbar hat Kapten Ström auch noch im Februar Briefe zum Abstempeln geschickt. Hier ein Einschreibbrief...

 

und hier ein Normalbrief, mit 27 Öre frankiert.
 

 
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Ein Brief von Postmeister Svenmarck
Immer wieder wurden Briefe mit der Bitte um Post mit dem Batallionsstempel an Postmeister Svenmarck gesendet. Hier ein Antwortbrief von ihm an einen Bittsteller, der auch um Militärbriefe gebeten hat.

 
   
 
   
     

Text lautet in etwa:
Aufgrund Ihres Schreibens vom 10. Januar möchte ich Ihnen mitteilen, dass die von Ihnen gesendeten Umschläge in der richtigen Reihenfolge abgesendet werden.
Militärsendungen werden nur an Mitglieder des schwedischen Kontingents in der Saar verteilt, und es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen in dieser Hinsicht nicht behilflich sein kann.
Nach Abzug von Porto und Kosten für Umschläge versende ich die restlichen Briefmarken