Titel

1919
Die „DLR“, die „Deutsche Luftreederei GmbH Berlin“, erhielt nach dem Kriege, am 8. Januar 1919, als erste deutsche Luftverkehrsgesellschaft die Genehmigung zur Aufnahme des zivilen Flugverkehrs.
Am 6. Februar 1919 startete auf dem Flugplatz Johannisthal bei Berlin die erste Flugpost nach Weimar zur Verbindung der Regierung in Berlin mit der in Weimar tagenden Nationalversammlung, die wegen der revolutionären Lage in Berlin in die damalige thüringische Hauptstadt ausgewichen war.
Die ersten Flüge haben schon am 5.2.1919 stattgefunden, es wurden aber nur Zeitungen befördert.
Vom 3.3.1919 bis 9.3.1919 fanden keine Flüge statt.
Der Dienst Berlin - Weimar wurde am 31.7.1919 eingestellt. Post im August 1919 nach Weimar wurde von der Strecke Berlin - Leipzig abgeleitet, die am 1.3.1919 als Strecke Berlin - Leipzig - Weimar eingerichtet worden war.
Ebenfalls am 1.3.1919 folgte eine Luftpostlinie Berlin – Hamburg und am 15.4.1919 die Fluglinie „Berlin – Hannover – Gelsenkirchen“, mit Zwischenlandung in Braunschweig. 



Die Einordnung der Belege richtet sich nach dem Michel Zeppelin-und Flugpost-Spezial-Katalog              
PF Pionierpost   LG Luftpostganzsachen    FM Halbamtliche Flugmarken    EE Erst- und Eröffnungsflüge
Die Bilder können vergrößert werden.

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Am 5.2.1919 wurde mit Inbetriebnahme der Strecke Berlin-Weimar-Berlin die Luftpostbeförderung offiziell eingeführt. Von diesem Tag an starteten zweimal täglich Flugzeuge in Berlin - Johannisthal, um Postsendungen, vor allem Zeitungen, von der Hauptstadt zum Tagungsort der verfassunggebenden Nationalversammlung in Weimar zu transportieren.
Post wurde erst ab 6.2.1919 befördert.

 
   
     

Der erste Flug von Berlin nach Weimar zur Nationalversammlungen startete am 5.2.1919 um 13 Uhr.
Das ist ein Exemplar einer Zeitung, die mit diesem Flug transportiert worden ist.
Am 5.2. wurden nur Zeitungen transportiert, keine Post, deshalb wurde der offizielle Beginn der Luftpostbeförderung in Deutschland der 6.2.1919.
Durch "klick" auf die Zeitung kann der Artikel über den Beginn der Flugpostbeförderung vergrößert werden.

 
     

6.2.1919 Berlin - Weimar

     

6.2.1919 Berlin - Weimar EE 19.1- 01/01

 

Rückseite

     
 
     

Erste Deutsche Flugpost nach Weimar. Luftpost-Eilboten Brief am Abend des 5.2.1919 in Berlin W9 aufgegeben. Der Beleg wurde am Morgen des 6.2.1919 mit dem Erstflug der ersten Deutschen Luftpostlinie nach Weimar befördert.

 

Absender v. Holtzendorff, Direktor der Hamburg-Amerika LInie in Berlin mit entsprechender Verschlußvignette. Ankunftsstempel Weimar 1e 11-12V. 
Referenzstück aus dem Michel Flugpost-Katalog.

 
     

6.2.1919 Berlin - Weimar EE 19.1- 01/01

 

Rückseite

     
 
     

 Luftpost-Eilboten Ganzsache mit Zusatzfrankatur am Abend des 5.2.1919 in Berlin C2 aufgegeben an Karl Hennig in Weimar.
Der Beleg wurde am Morgen des 6.2.1919 mit dem Erstflug der ersten Deutschen Luftpostlinie nach Weimar befördert. Ankunftsstempel Weimar 1e 11-12V.

 

Im Text bittet der Absender darum, die Karte von der Firma Henning zurück gesendet zu bekommen. Bei all diesen Sendungen, bei denen Briefmarkenhändler beteiligt sind liegt natürlich der Verdaht von "gemachten" Belegen sehr nahe. Trotzdem sind es echte Zeugnisse der Zeit, denn sie sind wirklich geflogen.

 
     

17.4.1919 Berlin - Weimar 19.1- 01/x

 

Rückseite

     
 
     

 Luftpost-Eilboten aus Berlin W9  2-3N

 

 Ankunfsstempel Weimar 18.4.19 9-10V

 
     

6.2.1919  Weimar - Berlin

     

6.2.1919 Berlin - Weimar EE 19.1- 02/01

 

Rückseite

     
 
     

Luftpost-Eilboten Brief am 6.2.1919 9-10V mit Stempel Weimar 1f. Erster Rückflug nach Berlin.

 

Ankunftsstempel Berlin W8e 2-3N.
Referenzstück aus dem Michel-Flugpost Katalog. 

 
     

6.2.1919 Berlin - Weimar EE 19.1- 02/01

 

Rückseite

     
 
     

Luftpost-Eilboten Brief am 6.2.1919 9-10V mit Stempel Weimar 1f. Erster Rückflug nach Berlin.

 

Ankunftsstempel Berlin W8e 2-3N.
 

 
 

Briefe vom 6.2.19 aus Weimar nach Berlin, die man immer wieder findet. Nach Michel Zeppelin- und Flugpost-Spezial-Katalog sind es Gefälligkeitsstempelungen, also nicht geflogen.
Echt geflogene Briefe tragen die Stempel Weimar 1e oder 1f und den Eingangsstempel Berlin W8e, wie der darüber.
Die Briefe sind etwas verkleinert.

 
 

Weimar - Berlin 6.2.1919

Weimar - Berlin 6.2.1919

Rückseite

         
 
         

Briefe (leicht verkleinert) vom 6.2.19 mit den Stempeln Weimar 1k ...

 

...oder Weimar 1l
(kleines L), wie diese zwei ...

 

...mit Eingangsstempel Berlin 104a sind Gefälligkeitsstempelungen.

 
     

Weimar 30.4.1919 Mi 19.1- 02x

 

Rückseite

     
Nationalversammlung   <
     

Ab Weimar 30.4.19 12-1V mit Stempel D35-01b

 

Rückseite mit Eingangsstempel Berlin 30.4.19 6:40N

 
     

Weimar 3.7.1919 Mi 19.1- 02x

 

Rückseite

     
Nationalversammlung   <
     

Weimar nach Berlin mit Stempel D35-02

 

Rückseite mit Eingangsstempel Berlin 4.7.19

 
     

Mi 19.1- 02x   Abgeordnetenpost Weimar - Berlin vom 15.7.1919

 
Abgeordnetenbrief   Rückseite
     
   

Der Adressat dieses Briefes, der Chemiker Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Semmler, wurde als Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) bei der Wahl am 19. Januar 1919 für den Wahlkreis Breslau in die Weimarer Nationalversammlung gewählt, der er bis zum Zusammentritt des ersten Reichstages der Republik im Juni 1920 angehörte.
Bei dieser Wahl 1919 hatten Frauen in Deutschland das erste Mal das aktive und passive Wahlrecht. Von 423 Abgeordneten waren 37 Frauen, knapp 9%.

 
 
 
 
     

6.2.1919 Berlin - Leipzig - Weimar

     

4.7.19 Weimar - Leipzig 19.2 - 03x  Stempel D35 - 01b

 

8.7.19 Weimar - Leipzig 19.2 - 03x  Stempel D35 - 01a

     
 
     

Unter dem Datum hat dieser Stempel ein "b"

 

Unter dem Datum hat dieser Stempel ein "a"

 
     

21.3.19 Leipzig-Berlin 19.2 - 04x

 

Rückseite

     
 
     

In Leipzig wurde der aptierte Rahmenstempel des Marienvolksfestes von 1912 als Flugbestätigungsstempel verwendet. Leipzigstempel Michel A43-02/c

 

Auf der Rückseite Eingangsstempel Berlin-Lichterfelde 3 vom 22.3.19 4-6N. Der Eingangsstempel des Luftpostamtes ist auf der Vorderseite des Briefes Berlin C2 22.3.19 1-2N

 
     

1.3.1919 Berlin - Hamburg - Berlin

     

15.4.19 Hamburg-Berlin 19.3 - 02x

 

Rückseite

     
 
     

Stempel Hamburg Luftpost 15.4.19 12-1V

 

Ankunftsstempel Berlin C2 15.4.19 5-6N

 
     

Hamburg 16.7.1919 Mi 19.3- 02x und weiter 19.2- 01x Berlin-Leipzig

 

Rückseite

     
 
     

Der Brief wurde von Hamburg nach Berlin und von dort nach Leipzig geflogen.

 

Rückseite mit Abflugstempel Hamburg 16.7.19 12-1N  Eingangsstempel Leipzig 17.7.19 8-9V

 
     

15.4.1919 Berlin-Hannover-Gelsenkirchen mit Zwischenlandung in Braunschweig

 

Gelsenkirchen - Berlin 13.5.19 (Mi 19.5 - 05x)

 
 

Am 15.4.1919 wurde diese Linie eröffnet.
Der Flugbestätigungsstempel in Schwarz, direkt auf der Marke oben rechts, wurde ab 16.4.19 benutzt. Es gibt diesen  Stempel auch violett. Der Flugbestätigungsstempel wurde nur auf direkt in Gelsenkirchen eingelieferten Sendungen angebracht, aus anderen Orten angelieferte Flugpostsendungen erhielten diesen Stempel nicht.
Es handelt sich hier um einen Ausschnitt einer Briefvorderseite.

 
     

Gelsenkirchen - Berlin 12.6.19 (Mi 19.5 - 05x)

 
 
 

Flugpostbrief Gelsenkirchen nach Berlin. Dieser Flugbestätigungsstempel, nur in Schwarz, wurde ab 30.5.1919 benutzt. Für den Abschlag des Stempels gilt das Gleiche wie oben. Der Brief ist noch verklebt. Frankiert mit 100 Pfg. Rückseitig Eingangsstempel Berlin NO18 13.6.19 7:10V

 
     

Hannover - Berlin 29.7..19 (Mi 19.5 - 06x)

 
 
 

Flugpost Hannover nach Berlin. Dieser Flugbestätigungsstempel, in Schwarz, wurde ab 30.4.1919 benutzt. Der Brief ist noch verklebt. Frankiert mit 115 Pfg. Rückseitig Eingangsstempel Berlin NO 18 31.7.19 6:50V

 
     

Hannover  14.7.1919 (Mi 19.5- 06x) und weiter (9.2- 01x)Berlin-Leipzig

 

Rückseite

     
 
     

Der Brief wurde von Hannover nach Berlin und von dort nach Leipzig geflogen.

 

Eingangsstempel Leipzig 16.7.19 8-9V        
Der Brief ist noch verklebt.

 
     

Berlin - Braunschweig 26.5.19 (Mi 19.7 - 01x)

 
 
 

Am 25.5.1919 wurde die Zwischlandung in Braunschweig eingeführt.
Am 31.7. 1919 wurde der gesamte Flugverkehr auf der Strecke wegen Treibstoffmangels eingestellt.
Am 27.11.1919 wurde er bis 7.12.1920 auf der Strecke Berlin-Braunschweig-Gelsenkirchen wieder aufgenommen.

 
     
     

15.6.19 Braunschweig - Hannover (Mi 19.7 - 02x)

 

15.6.19 Braunschweig - Hannover (Mi 19.7 - 02x)

     
 
     

Am 15.6.19 wurde der Flugpoststempel erstmalig abgeschlagen und dazu auf den Sendungen der eigentlich für Zeitungen bestimmte rote Gummistempel
"Durch Luftpost befördert"
zusätzlich angebracht.

 

Am 15.6.19 fand der Flugtag in Braunschweig statt. Dabei wurde erstmalig der Stempel in Rot "Durch Luftpost befördert" auf Briefsendungen verwendet. Gelistet ist dieser Stempel im Michel Spezial Flupost Katalog unter der Nummer  G9 - 01